Game Giant Blizzard Beschäftigung

Nach Massenentlassungen, bei denen Anfang 2019 über 800 Mitarbeiter das Unternehmen verließen, stellt Blizzard erneut identische Positionen ein, in denen Ex-Mitarbeiter einen zynischen Schritt markieren.

Eine Stellenausschreibung für einen Hearthstone Community-Manager, die Anfang dieser Woche auf dem Karriereportal von Blizzard veröffentlicht wurde, löste die Kontroverse aus. Unter den Abteilungen, die die volle Kraft der Axt spürten, war das Hearthstone Community-Team. Als Gründe wurden die umwälzende Relevanz und der Rückstand des Titels in einer zunehmend gesättigten professionellen eSports-Szene genannt.

Christina Mikkonen, die laut Twitter-Profil ehemaliger Global Content Manager von Hearthstone ist, zählte zu denjenigen, die im Februar ihren Arbeitsplatz verloren haben. Mikkonen ging zu Twitter, um ihre Unzufriedenheit zu äußern. Mikkonen verurteilt Blizzards Vorgehen als „beschämend“ und erklärt, dass zahlreiche ehemalige Gemeindeverwalter, die von den Entlassungen betroffen sind, Monate später noch keine alternative Beschäftigung finden werden.

Wirklich Blizzard? Du hast dein gesamtes HS-Community-Team entlassen und es in Trümmern liegen lassen. Andere CMs, die Sie entlassen haben, sind immer noch auf der Suche nach Arbeit (nicht ich) und Sie veröffentlichen das? SHAMEFUL. SHAME ON YOU. https://t.co/BiJ9P9tjgd

– Christina Mikkonen (@ZerinaX) 2. Juli 2019

Die Kontroverse führt auch zu angespannten Beziehungen zwischen ehemaligen und aktuellen Blizzard-Mitarbeitern. Mikkonen enthüllte, dass sich ein bestehender Hearthstone Community-Manager dafür entschied, sie nach dem Aufschrei auf Twitter zu blockieren.

OMEGALUL

HEY GO JOIN THE HEARTHSTONE COMMUNITY TEAM pic.twitter.com/Kin8Eca0b5

– Christina Mikkonen (@ZerinaX) 2. Juli 2019

Blizzard wegen fragwürdiger Beschäftigungspraktiken angeklagt

Zu den Vorwürfen gehört die Behauptung, dass Blizzard zu niedrigeren Löhnen arbeitet, was den gesamten Prozess als verdächtige und aufwändige Kostensenkungsmaßnahme bezeichnet.

Das Argument der Lohnkürzung stärkt sich angesichts der Berichte, dass Blizzard kurz davor steht, 134 Mitarbeiter in seiner Niederlassung in Versailles, Frankreich, zu entlassen, mit Plänen zur Verlagerung der Arbeitsplätze nach Cork, Irland. Durch die vergleichenden Gehälter zwischen den beiden Standorten würde Blizzard im Durchschnitt fast 10.000 Euro weniger pro Mitarbeiter zahlen.

Weitere begründete Erklärungen sprechen für Blizzards unklare Vision für die Zukunft des Unternehmens, die durch einen branchenweiten Trend zur Bevorzugung von agentur- und influencergeführter Öffentlichkeitsarbeit auf Kosten etablierter entwicklerseitiger Teams unterstützt wird.

Es scheint, dass die Unwirksamkeit dieses ausgelagerten Ansatzes im Fall Hearthstone in den vergangenen Monaten ans Licht kam, was Blizzard veranlasste, wieder Positionen anzunehmen, die nicht-monetäre und dennoch vorteilhafte Renditen erbringen, vor allem für das gesellschaftliche Engagement.

Dies ist nicht offensichtlicher als in der Gegenreaktion der Hearthstone-Spieler nach den Entlassungen, die beklagten, dass sie durch ihre direkte Verbindung zum Entwicklungsteam verloren haben. Die Community bleibt eine Hochburg treuer Fans des rundenbasierten Kampfkartenspiels, und Blizzard hat den Rückzug angetreten und den Wert der Wiederherstellung einer Leitung mit seinen Mitgliedern erkannt.

Eine langwierige Kontroverse

Die lang ersehnten Entlassungen machten rund 8% der Belegschaft von Activision Blizzard aus. Davon waren überwiegend Nicht-Entwicklungsabteilungen betroffen.

In einem Brief an alle Mitarbeiter am 12. Februar begründete Blizzard-Präsident J. Allen Brack den Schritt als Konsolidierungs- und Restrukturierungsprozess zur Kostensenkung, da „der Personalbestand einiger Teams in keinem Verhältnis zu unserem aktuellen Release-Skate steht“. Es gab auch die Notwendigkeit, „einige Bereiche unserer Organisation zu verkleinern“.

Eine Ankündigung von Activision Blizzard CEO Bobby Kotick, die den Entlassungen vorausging, trug wenig dazu bei, den Schmerz der ehemaligen Mitarbeiter zu lindern. Er präsentierte Rekordergebnisse für 2018 mit einem Nettoumsatz von 7,50 Milliarden US-Dollar für das Jahr 2018 und einem operativen Cashflow von 1,79 Milliarden US-Dollar für den gleichen Zeitraum.

Die Entlassungen fügen der Verletzung eine Beleidigung hinzu und fallen mehr oder weniger zusammen mit dem damals neu eingestellten CFO Dennis Durkin, der Ende Januar einen kräftigen Unterzeichnungsbonus von 15 Millionen Dollar erhielt.

Activision Blizzard hat noch keine offizielle Stellungnahme zu dieser Angelegenheit abgegeben, da sie in letzter Zeit einer Flut von Polemiken ausgesetzt ist.